#47 – Heiraten auf der Hammershus soll kosten und was ist eine WFH-Steuer?

Die Burg Hammershus (Foto: VisitDenmark, Kristoffer Linus)

Heute beschäftigen wir uns mit möglichen Gebühren für’s Heiraten ausserhalb des Rathauses in Rønne – und einer WFH-Steuer. Darüber hinaus liegt jetzt die Anklageschrift gegen die beiden Brüder im Mordfall vom Nordskoven vor.

876 Kronen für’s Heiraten auf der Hammershus

Ausserhäusige standesamtliche Hochzeiten, also Hochzeiten ausserhalb des Rathauses in Rønne und ausserhalb der normalen Bürozeiten kosten die Bornholmer Regionskommune pro Jahr eine nicht unerhebliche Mehrsumme, sowohl zeitlich, als auch finanziell, die nirgendwo budgetiert ist. Diese Hochzeiten sollen für die Kommune künftig kostenneutral sein. Darüber berichtet Bornholms Tidende.

So soll künftig nur noch Dienstags, Donnerstags, Freitags und Samstags standesamtlich geheiratet werden können – und eine Gebühr für ausserhäusige Hochzeiten soll künftig jeweils 350 Kronen pro Stunde für den Standesbeamten kosten. Dazu kommt die staatliche Kilometerpauschale von derzeit 3 Kronen und 52 Øre pro gefahrenen Kilometer, die ebenfalls entrichtet werden soll.

Das hat der kommunale Ausschuss für Job, Entwicklung und Freizeit am 4. November 2020 beschlossen (siehe Referat Punkt 8).

Kostenneutrale Hochzeiten sollen etwa 50-60.000 Kronen pro Jahr einbringen

Eine Hochzeit auf der Hammershus kann künftig also 876 Kronen, umgerechnet etwa 118 Euro, kosten: Eine halbe Stunde Hinfahrt, eine halbe Stunde Rückfahrt, sowie eine Stunde Amtshandlung vor Ort.

Wann diese Gebühren eingeführt werden, ist aber noch nicht bekannt. Der Vorschlag muss aber noch dem gesamten Kommunalparlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Kommune rechnet durch den Vorschlag mit Mehreinnahmen von 50-60.000 Kronen pro Jahr.

Was bitte ist eine WFH-Steuer?

Eine Steuer von denjenigen Firmen, deren Mitarbeiter freiwillig im Homeoffice arbeiten, in der Höhe von 5% des täglichen Durchschnittslohns als Entschädigung für diejenigen, denen die Einnahmen der WFH’ler entgehen.

Das ist, grob gesagt, der Vorschlag eines Analysten der Deutschen Bank, der in der Studie “What we must do to Rebuild” (Was wir tun müssen, um [die Wirtschaft nach dem Ende der Corona-Pandemie] wieder aufzubauen) eine so genannte Work-from-Home-Steuer vorschlägt.

In Deutschland würden damit pro Arbeitstag 7,69 Euro fällig (bei einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 40.000 Euro und 260 Arbeitstagen im Jahr). In der Schweiz umgerechnet etwa 14,09 Euro und in Dänemark umgerechnet etwa 8,42 Euro.

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