#67 – 5. April: Vom Abzug der Roten Armee von Bornholm

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 11. April 2021, 08:38 Uhr von Dennis Tomiola

(Foto: Rønne Byarkiv)

Vor 75 Jahren, am 5. April 1946, verliessen die letzten sowjetrussischen Truppen unter Generalmajor Jakuschow die Insel Bornholm. Vorausgegangen waren 11 lange Monate, in denen teilweise bis zu 800 Soldaten der Roten Armee die Insel Bornholm nach dem Ende des 2. Weltkriegs besetzt gehalten hatten. Wie es dazu kam – und warum wir eine kleine Korrektur bringen müssen, das hört Ihr in der heutigen Sendung.

Vor 75 Jahren: Sowjetrussische Truppen verlassen Bornholm

Abreise der russischen Truppen mit dem Kreuzer Wladimir Polukin am 5. April 1946. Amtmann P. v. Steman mit dem Federhut. Links daneben Generalmajor A. Jakuschow, dahinter der dänische Oberst Christiansen. (Foto: Rønne Byarkiv)

Als nach dem Ende des 2. Weltkrieges der deutsche Inselkommandant auf Bornholm Gerhard von Kamptz sich weigerte, sich den anrückenden sowjetrussischen Truppen zu übergeben, machten die Russen am 7. und 8. Mai 1945 kurzen Prozess und bombardierten die Städte Rønne und Nexø. Um die Deutschen zur Aufgabe zu zwingen.

Bei den Bombardements kamen 10 Bornholmer und unzählige deutsche Flüchtlinge und Soldaten um. Die obdachlosen Bornholmer erhielten im Sommer und Herbst 1945 dann 300 Holzhäuser aus Schweden. Hört Euch dazu auch die Ausgabe #49 unseres RADIO37-Bornholm-Magazins noch einmal an.

Daraufhin wurde der deutsche Kommandant am 9. Mai 1945 von den russischen Truppen nach Kolberg gebracht, während sich unter Generalmajor Jakuschow zunächst 120 Mann und später bis zu 800 russische Soldaten auf der Insel niederliessen, und diese 11 Monate lang besetzt hielten. Erst am 5. April 1946 verliessen die letzten Truppen die Insel wieder, woraufhin endlich ganz Dänemark befreit war.

Hier sind vier Links zum Stadtarchiv von Rønne mit Bildern der russischen Besatzung Bornholms 1945-1946:

Korrektur: “Sundhedsbidrag” adé – hallo bundskat, kommuneskat, bloktilskud usw.

Die 5 Regionen in Dänemark und deren Einwohneranzahl (Screenshot: regioner.dk)

Bis 2019 zahlte in Dänemark jeder Steuerpflichtige einen “sundhedsbidrag” in Höhe von 8% seines zu versteuernden Einkommens. Heute ist es so, dass man weiterhin seinen Gesundheitsbeitrag aus Teilen seiner Steuern zahlt, aber eher indirekt. Dazu wird ein Teil des Bundskats und des Kommuneskats einbehalten. In der Summe dürfte das aber heute immer noch bei etwa 8% liegen.

Die 5 Regionen in Dänemark, die für das Gesundheitssystem zuständig sind, erhalten pro Jahr etwa 75% ihres Gesamtetats als Blockzuschuss vom Staat. Das sind etwa 101 Milliarden Kronen – und werden, wie gesagt, aus einem Teil des “bundskats” der Steuerpflichtigen genommen.

Dann erhalten die Regionen etwa 17% oder gut 20 Milliarden pro Jahr von den Kommunen direkt – der Teil wird dann aus den zu zahlenden Gemeindesteuern (kommuneskat) genommen.

Hier könnt Ihr die heutige Sendung anhören:

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