Auswärtiges Amt: Bornholm erhält keinen Sonderstatus

Bornholm wird keinen Sonderstatus bei der Ausweisung der Corona-Risikogebiete erhalten. Das teilte das Auswärtige Amt als Antwort auf einen Brief der Bornholmer Bürgermeisterin und der Tourismuschefin mit, wie Bornholms Tidende am Mittwochabend berichtet (Artikel liegt hinter einer Paywall).

Das Auswärtige Amt verweist im Antwortschreiben darauf, dass man die Ausweisung von Risikogebieten “auf der ersten subnationalen Ebene” vornehme. Und dass man prinzipiell an dieser einheitlichen, transparenten Betrachtungsweise für alle europäische Länder festhalte (Link zum Antwortschreiben siehe weiter unten).

Abweichungen von der eisern proklamierten Maxime

Dennoch wichen Bundesinnenministerium, Bundesgesundheitsministerium und Auswärtiges Amt mit dr Ausnahme für die österreichischen Enklaven Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz von ebendieser Maxime ab: Nach nur vier Tagen wurden die beiden Gebiete am 27. September 2020 wieder von der Risikoliste des Bundes genommen. Die Begründung hier lautete, dass die beiden Täler nur von Deutschland aus erreichbar seien.

In Anbetracht der Tatsache, dass aber nun auch die beiden Landkreise, an die die österreichischen Täler grenzen, die Inzidenz von 50 Fälle pro 100.000 Einwohner überschreiten oder bereits überschritten haben – so hatte diese “Befreiung” der beiden Täler also nur eine kurzfristige Wirkung.

Der Kampf für den Sonderstatus geht weiter

Mit der Antwort des Auswärtigen Amtes gibt man sich auf Bornholm aber nicht zufrieden, wie Pernille Kofod Lydolph gegenüber der Bornholms Tidende sagte.

Zum einen laufe die Unterschriftensammlung weiter – und man wolle den Kampf nun auf Europäische Ebene hieven, um dort eine gemeinsame Lösung auch für andere Inseln zu erreichen. Andere europäischen Inseln, die vor derselben Herausforderung stehen [dass sie trotz weitaus niedriger Fallzahlen zusammen mit der eigentlichen Gesamt-Region als Risikogebiet gelten, Anm. d. Redaktion], werden zu einer gemeinsamen Initiative eingeladen, die Reiserestriktionen auf EU-Ebene etwas geschmeidiger zu gestalten, wie es seitens der Regionskommune und der Tourismusorganisation heisst.

Ausserdem arbeiten die Bornholmer weiterhin daran, zumindest auf nationaler Ebene eine gesonderte Ausweisung der Corona-Fallzahlen zu erreichen.

Hier geht’s zur Unterschriftensammlung “Aufhebung der Reisewarnung für Bornholm”

Hier könnt Ihr das ganze Antwortschreiben des Auswärtigen Amtes nachlesen (PDF-Datei, öffnet in neuem Fenster)

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