Corona-Risikoliste: Deutsche Botschaft wies offenbar auf besondere Lage Bornholms hin

Eingang der deutschen Botschaft am Göteborg Plads in Nord-Kopenhagen. Foto: Leif Jørgensen, wiedergegeben unter der CC-Lizenz 4.0

Seitdem Deutschland die Region Hovedstaden und damit auch die Insel Bornholm am Abend des 23. September auf die Corona-Risikoliste gesetzt hat, laufen vorderhand und hintergründig die Drähte und Tastaturen heiss: Im Bestreben, die deutschen Behörden auf die besondere geografische Lage der Insel Bornholm und die dortigen weitaus niedrigeren COVID-19-Fallzahlen zu sensibilisieren und im Endeffekt die Insel wieder von der Liste herunter zu bekommen.

Offizielle und inoffizielle Kontakte

Viele Mitglieder der Facebook-Gruppe “Wir lieben Bornholm” haben aus eigenem Antrieb bereits verschiedene deutsche Behörden, Bundestagsabgeordnete und andere hochrangige Amtsträger direkt oder indirekt angeschrieben und um eine Neubewertung bei der Ausweisung der Risikogebiete gebeten.

Auch von offizieller Bornholmer Seite ist man in Kontakt mit Behörden und Ministerien in Deutschland und Dänemark.

Die Standard-Antwort der deutschen Behörden war jedoch bislang stets die, dass man bei der Einteilung der Risikogebiete “die jeweils größten erfassten regionalen Verwaltungseinheiten zu Grunde” legt, wie aus den vielen Rückmeldungen auch an den RADIO37-Podcast hervorgeht.

Auswärtiges Amt lehnt Interview ab – aus terminlichen Gründen

Die Standardantwort des Auswärtigen Amtes ist auch Kern der Antwort, die RADIO37 – Der Bornholm-Podcast auf seine Interviewanfrage vom Wochenende erhalten hat.

Ein Interview lehnt man aus terminlichen Gründen ab, und verweist stattdessen auf die Hintergrundinformationen zur Ausweisung von Risikogebieten (https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/fragenkatalog-node/faq-reisewarnung), die auch im Internet auf den Seiten des Auswärtigen Amtes aufrufbar sind.

Deutsche Botschaft wies offenbar auf besondere Situation der Insel Bornholm hin

Die deutsche Botschaft in Kopenhagen hatte sich offenbar vor der Veröffentlichung der neuen Risiko-Liste des Bundes am 23. September noch für die Insel Bornholm stark gemacht. Das geht aus einem Antwortschreiben der Deutschen Botschaft in Kopenhagen auf eine Privatanfrage hervor, das in der Facebookgruppe “Wir lieben Bornholm” veröffentlicht wurde und auch dem RADIO37-Bornholm-Podcast vorliegt.

Offenbar hatte die Botschaft in der Sitzung mit Auswärtigem Amt, Bundesinnenministerium und Robert-Koch-Institut zur Entscheidung über die neue Risikoliste noch auf die besondere Situation und Lage der Insel aufmerksam gemacht und offenbar darum gebeten, die Insel nicht auf die Liste zu nehmen.

Allerdings wurde aufgrund der Einheitlichkeit der Risikoeinschätzung seitens der deutschen Behörden keine Ausnahme für Bornholm gemacht.

Bornholm weiterhin weit unter dem Referenzwert

Bornholm hat mit Stand Dienstagnachmittag, 29. September, 14 Uhr, aktuell keine neuen Ansteckungsfälle, liegt aber im 7-Tage-Referenzwert bei 13 Fällen pro 100.000 Einwohner, und damit weiterhin weit unter dem deutschen Referenzwert von 50 pro 100.000.

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